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28. April 2026 Comments Off

Liebe Patientinnen,
liebe Patienten,

die Diskussion um die Sanierung unseres Gesundheitssystems nimmt zu. Wir müssen aber endlich ins Handeln kommen.

Doch es fehlt ein Gesamtkonzept und der Wille zu echten Reformen. Notwendig wäre die Einführung eines Primärversorgungssystems, eine sinnvolle Patientensteuerung, eine Überarbeitung der Krankenhausfinanzen, eine verbesserte Eigenverantwortlichkeit der Bevölkerung, die Stärkung der Prävention und des Gesundheitsbewusstseins.

Die ärztliche Primärversorgung ist ein wichtiger Kernpunkt. Neue Regelungen für digitale Prozesse, für die Zusammenarbeit der einzelnen Versorgungseinheiten, müssen geschaffen werden, doch auch die Patienten müssen bei der Entwicklung mitgenommen werden. Die Vorschläge – dies wird oft übersehen – müssen praktikabel und für die Bevölkerung nachvollziehbar sein.

Auch kann es nicht sein, dass der Staat Leistungen beschließt, die die Gesamtgesellschaft betreffen, aber aus den Versichertenbeiträgen der Krankenkassen gezahlt werden. Der Staat spart und die Versicherten zahlen.

Wir alle sind aufgerufen die Eigenverantwortung für unsere Gesundheit im Focus zu haben. Ernährung, Bewegung und psychische Stabilität sind dabei Kernpunkte. Und ganz besonders soll unseren Kindern mehr Wissen
über das Klima, die Gesundheit und die Schädigungen durch digitale Dauerpräsenz beigebracht werden.

Wir alle sind gefordert, Politik, Gesundheitsberufe, aber auch die Bevölkerung.

Unsere neue Praxiszeitung Frühling / Sommer 2026 hier als PDF.

Beim Blick in die Geschichte der letzten 80 Jahre ist auffallend, dass nach Krisen uns immer wieder Weiterentwicklung und Handeln vorangebracht hat. Es hilft kein Lamentieren bei Jung wie Alt. Lasst uns in die Zukunft blicken, mutig und positiv bleiben.

In dieser Ausgabe möchten wir besonders auf unsere Filiale in der Baierbrunner Straße hinweisen. Die Leitung hat inzwischen die Fachärztin Susanne Noe übernommen und wir bieten auch dort hochwertige hausärztliche Medizin.

Auch freuen wir uns über die Verstärkung unseres Ärzteteams durch Fr. Duggan und Fr. Butt.

Wie gewohnt finden Sie interessante Themen über Krankheitsbilder, eine Heilpflanze und weitere Informationen.

Genießen Sie den Frühling und Sommer und bleiben Sie für sich positiv trotz aller Wirren und schlimmen Ereignisse.

Ihr Dr. Christoph Grassl
und das gesamte Praxisteam

26. April 2026 Comments Off

Frühjahr ist Impfzeit

München und fast alle Landkreise Bayerns sind als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Durch die von Zecken übertragene FSME (Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis) kann es zur Erkrankung von Hirnhaut, Gehirn und Rückenmark kommen.
Ein Schutz ist durch die aktive FSME-Impfung möglich.

Impfung

Inaktiviertes FSME-Virus, Injektion in den Muskel

Wer soll sich impfen?

Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten und dort verhaltensbedingt (Berufsausübung, Freizeitaktivitäten) gegenüber Zecken exponiert sind.

Zeitpunkt der Impfung

Bevorzugter Impftermin ist der Frühling, damit bis zum Beginn der „Zeckensaison“ ein wirksamer Impfschutz aufgebaut wird.

Hinweis:
Zu Risikogebieten in anderen europäischen Ländern fragen Sie Ihren Arzt.

Hier finden Sie die Übersicht der aktuellen Risikogebiete.

24. April 2026 Comments Off

Klimakrise, Tipps bei Hitze

Wie können wir uns schützen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet den Klimawandel als „die größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit“.

Der Klimawandel nimmt auf vielen Wegen Einfluss auf die körperliche und seelische Gesundheit und das Wohlergehen in Deutschland und darüber hinaus: Durch die steigenden Temperaturen können neue Infektionskrankheiten auftreten, da sich die Lebensbedingungen für verschiedene Zeckenarten und Mückenarten deutlich verbessern. Außerdem ist mit einer erhöhten Allergiebelastung, durch die Zunahme von Luftschadstoffen mit einem Anstieg von Lungenerkrankungen und mit gesundheitlichen Folgen durch veränderte UV-Strahlung zu rechnen.

Der Klimawandel begünstigt auch die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen.
Dazu kommen Extremwettereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen, Unwetter und Dürren, die die Menschen zusätzlich gefährden – in Hitzeperioden kommt es bereits jetzt zu einer deutlichen Übersterblichkeit bei älteren Menschen. Berücksichtigt werden müssen auch indirekte Effekte wie die Gefährdung der Nahrungssicherheit oder Wasserknappheit und psychische Stressfaktoren.

Nicht alle Menschen sind in gleicher Weise von den Folgen des Klimawandels betroffen. So sind z.B. vulnerable Gruppen, wie Ältere, Kinder, Personen mit geringem sozioökonomischem Status oder auch wohnungslose Menschen in Deutschland, aufgrund ihrer Lebens-, Arbeits- und Wohnbedingungen besonders den Auswirkungen von Hitzewellen ausgesetzt. Damit können der Klimawandel und seine Folgen zu bereits bestehenden gesundheitlichen Ungleichheiten beitragen und diese verstärken.

Welche gesundheitlichen Auswirkungen kann Hitze haben?

Starke Hitzebelastung führt im Sommer in Deutschland regelmäßig zu einer deutlichen Übersterblichkeit, wobei es unmittelbar am Tag der Hitzebelastung und den folgenden drei Tagen zu einer deutlich höheren Sterblichkeit (Mortalität) vor allem bei älteren Menschen kommt.

Hitze hat vielfältige indirekte Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden. Hohe Temperaturen können das Herz-Kreislauf-System stark belasten, etwa durch Flüssigkeitsverlust, und erschweren die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur. Bestehende Beschwerden, darunter Herz-Kreislauf-
Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Stoffwechselerkrankungen und neurologische Erkrankungen können verstärkt werden.

Viele weitere Informationen finden Sie beim RKI: https://short-url.org/1ltQ0

Wie können wir uns schützen?

Sonne und Hitze Direkte Sonne am besten meiden, vorallem in der Mittagszeit. Schützen Sie Ihre Haut durch luftige Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und passenden Lichtschutzfaktor (Sonnencremes).

Trinken Sie ausreichend (2 Liter/Tag), am besten ungesüßte Getränke!

Ernährung Am geeignetsten sind leichte Mahlzeiten, wie Suppen, Bowls und gedünstetes Gemüse. Tomaten, Gurken, Melone und Blattsalate liefern Vitamine und Flüssigkeit.

Sport Da der Kreislauf besonders gefordert ist, sollten Sie Sport auf die Morgen- bzw. Abendstunden verlegen und auch dabei ausreichend trinken (Mineralwasser um Elektrolytverlust auszugleichen)! Bei Auftreten von Übelkeit Schwindel oder starker Erschöpfung sofort abbrechen.

Schlaf Halten Sie das Schlafzimmer über Tag möglichst kühl, lüften Sie am Besten frühmorgens oder spätnachts. Außerdem kann es helfen feuchte Tücher aufzuhängen.

Bitte beachten: Heiße gerötete Haut, erhöhter Puls und Atemnot können Hinweise auf einen Hitzeschlag sein – ein medizinischer Notfall

24. April 2026 Comments Off

Demenzerkrankung

Was ist eine Demenz?

„Weg vom Geist“ respektive „ohne Geist“ – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Demenz“ aus dem Lateinischen. Damit ist bereits das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen beschrieben, nämlich die Verschlechterung
der geistigen Fähigkeiten bis hin zum völligen Verlust.

Neben der Gedächtnisstörung kommt es im Verlauf zu einer zunehmenden Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit, der Sprache, des Auffassungs- und Denkvermögens sowie der Orientierung. Somit erschüttert eine Demenz das ganze Sein des Menschen – seine Wahrnehmung, sein Verhalten und sein
Erleben.

Häufigkeit der Demenz

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Demenz auftritt. Von den 60-Jährigen ist nur jeder Hundertste betroffen, von den 80-Jährigen dagegen fast jeder Sechste, und von den über 90-Jährigen sogar nahezu jeder Zweite. In Deutschland leiden gegenwärtig 1,8 Millionen Menschen an einer Demenz.

Die häufigste Form ist die Alzheimer-Demenz mit einem Anteil von circa 60 bis 65 Prozent. Mit etwa 20 bis 30 Prozent folgen die gefäßbedingten („vaskulären“) Demenzen.

Demenzsymptome, erste Anzeichen:

  • Gedächtnisprobleme / Vergesslichkeit
  • Schwierigkeiten beim Planen und Problemlösen
  • Probleme mit gewohnten Tätigkeiten
  • Räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Neue Sprach- und Schreibschwäche
  • Verlegen von Gegenständen
  • Eingeschränktes Urteilsvermögen
  • Verlust von Eigeninitiative und Rückzug aus dem sozialen Leben
  • Veränderungen der Persönlichkeit und des Verhaltens

Ursachen

Für Demenzerkrankungen wird eine Vielzahl verschiedener Ursachen beschrieben.

Warum die Alzheimer-Demenz entsteht, ist bislang noch nicht ausreichend
erforscht. Zu beobachten sind Eiweißablagerungen im Gehirn, die zum Absterben von Nervenzellen und damit verbunden zum Rückgang der Hirnmasse führen, sowie eine Verminderung eines für das Gedächtnis wichtigen Botenstoffs (Acetylcholin).

Bei gefäßbedingten Demenzen kommt es infolge von Durchblutungsstörungen
des Gehirns zum Absterben von Nervengewebe. Dabei hängt es vom Ausmaß der Durchblutungsstörung ab, wie ausgeprägt die Demenz ist. Als Hauptursachen gelten Faktoren, die generell das Risiko von Gefäßerkrankungen erhöhen, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“) und Rauchen.

Behandlung

Für die Mehrzahl der Demenzformen gibt es derzeit noch keine Therapie, die zur Heilung führt. Die wichtigsten Medikamente bei Alzheimer sind sogenannte Cholesterinesterase-Hemmer, die die Konzentration von Acetylcholin erhöhen und so das Gedächtnis und die Denkfähigkeit verbessern.

Zudem kann das Fortschreiten der Erkrankung durch kognitive Trainings, Gedächtnisübungen und Beschäftigungstherapien verlangsamt werden. Noch wirksamer ist es, stets auch Kraft und Koordination zu trainieren und soziale Kontakte zu pflegen. Ein Hauptziel ist die Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen und Angehörigen. Hier können auch Schulungen für pflegende Angehörige sinnvoll sein.

Prävention von Alzheimer

Auch wenn die Ursachen der Alzheimer-Demenz noch nicht hinreichend bekannt sind, lässt sich aus entsprechenden Studien ableiten, dass neben nicht veränderbaren Faktoren (wie Alter, Geschlecht und Genetik) und Vorerkrankungen auch Verhaltensweisen und Lebensumstände das Risiko beeinflussen, daran zu erkranken.

Wie Sie das Risiko minimieren:

  • regelmäßige körperliche Aktivität wie Gehen, Schwimmen oder Radfahren
  • ausgewogene Ernährung, viel frisches Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch und hochwertige Pflanzenöle
  • geistige Aktivität, Herausforderungen suchen wie neue Sprache lernen, musizieren, Brettspiel oder Kreuzworträtsel
  • soziale Teilhabe, Beziehungen pflegen, Gespräche, gemeinsame Aktivitäten
  • Rauchen aufgeben und Alkohol reduzieren
  • Schlaf, erholsamer Schlaf regerneriert das Gehirn

Da der neurobiologische Krankheitsprozess bereits 15 bis 30 Jahre vor dem Auftreten klinischer Symptome beginnt, ist die Prävention vor allem ab dem mittleren Lebensalter relevant.

21. November 2025 Comments Off

Kenia-Reise 2025
Erste-Hilfe-Kurs, Wissen, das Leben rettet!

Vom 19. bis 26. Oktober 2025 reiste das Team der WeCare-Association erneut nach Kenia, um die laufenden Projekte in den Maasai-Gemeinden zu besuchen, bestehende Programme zu evaluieren und neue Initiativen zu starten.

Die Woche war geprägt von intensiven Begegnungen, beeindruckendem Engagement vor Ort und sichtbaren Fortschritten – vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Wasser.

Begleitet wurde das Team von Dr. Bobby Janson-Müller und seiner Frau Simone Hüther, die sich ehrenamtlich bereit erklärten, einen umfassenden Erste-Hilfe-Kurs für Lehrerinnen, Lehrer und Frauen in den Projektgemeinden durchzuführen.

Die praktische Ausbildung war ein großer Erfolg und stieß auf außerordentliches Interesse – viele Teilnehmende erlernten zum ersten Mal grundlegende Kenntnisse in Wundversorgung, Verbandswechsel und der Behandlung kleinerer Verletzungen.

Gemeinsam mit unserem engagierten kenianischen Team wurde deutlich, wie viel erreicht werden kann, wenn Wissen, Motivation und Mitgefühl ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Dr. Janson Müller und Fr. Hüther

Der Erste-Hilfe-Kurs wurde geleitet von Dr. Bobby Janson-Müller und Simone Hüther.
Über 40 Lehrerinnen, Lehrer und Maasai-Frauen nahmen teil – für viele war es die erste Gelegenheit, grundlegende medizinische Kenntnisse praktisch zu erlernen.

Gemeinsam übten die Teilnehmenden, wie man Verletzungen behandelt, Blutungen stillt, Verbände anlegt und Infektionen vorbeugt. Dr. Bobby hatte jede Menge Verbandsmaterial zum Üben mitgebracht und legte großen Wert auf einfache, im Alltag anwendbare Methoden.

Die Begeisterung war spürbar: Lehrer und Frauen übten mit großem Eifer und stellten viele Fragen.

Am Ende übergaben Dr. Bobby und Simone Erste-Hilfe-Kästen und zusätzliches Verbrauchsmaterial an jede der neun Schulen.
Ein Beitrag, der weit über das Seminar hinaus wirkt und künftig vielen Kindern zugutekommen wird.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, hier der vollständige Erfahrungsbericht der Reise 2025.
Hier geht es zu We Care: https://www.wecare-association.com/

Spendenkonto:
UBS Switzerland AG, Bahnhofstrasse 45, 8001 Zürich, Schweiz
IBAN: CH80 0027 5275 1427 1260 L
SWIFT/BIC: UBSWCHZH80A

21. Oktober 2025 Comments Off

Bluthochdruck, arterielle Hypertonie

Beim Bluthochdruck, der arteriellen Hypertonie, ist der Druck in den Gefäßen, die das Blut vom Herzen zu den Organen leiten, chronisch erhöht. In Deutschland leidet mehr als jeder Vierte an arterieller Hypertonie, hat also dauerhaft einen Blutdruck von 140/90 mmHg oder höher. Zwanzig Prozent der Betroffenen wissen nichts von ihrer Erkrankung. Dabei kann man selbst sehr viel tun, um den Druck zu senken.

Die Wahrscheinlichkeit, an arterieller Hypertonie zu erkranken, steigt mit dem Alter: bei über 60-Jährigen beträgt die Häufigkeit 60 Prozent. Neben dem Alter tragen auch Faktoren wie der Lebensstil (z.B. Bewegungsmangel oder kalorienhaltige, stark gesalzene Nahrung) und die Adipositas dazu bei, dass die Häufigkeit der arteriellen Hypertonie weiter zunimmt.

Symptome:

morgendlicher Kopfschmerz, der bei Höherlagerung des Kopfes abnimmt
innere Unruhe, aufbrausendes Verhalten
Schwindel, Übelkeit, Ohrensausen
Nasenbluten
Abgeschlagenheit, Kurzatmigkeit
Schlaflosigkeit

Bei stark erhöhtem Blutdruck können Brustengegefühl (Angina pectoris), Luftnot und Sehstörungen auftreten.

Diagnose:

Bluthochdruck bleibt oft über längere Zeit unentdeckt. Deshalb sollte der Blutdruck prinzipiell bei jedem „Arztkontakt“ gemessen werden – mit tragbaren Messgeräten können Patient*innen die Messung auch selbst zu Hause vornehmen.

Um aussagekräftige Werte zu erhalten, sollte der Blutdruck daher mehrfach gemessen werden – zum Beispiel zu drei verschiedenen Zeitpunkten am Tag. Auch Langzeitmessungen über 24 Stunden sind zur Diagnose sinnvoll. Durch sie können die behandelnden Ärzt:innen tageszeitliche Schwanken genau beobachten.

Ist die Diagnose arterielle Hypertonie gestellt und wird die Patientin bzw. der Patient behandelt, lautet der Zielwert für die Therapie:

  • in der Altersgruppe der 18- bis 65-Jährigen: 120–130/70–79 mmHg
  • und bei den über 65-Jährigen: 130–139/70–79 mmHg

Ursachen und Risikofaktoren

Bei über 95 Prozent der Bluthochdruck-Betroffenen ist keine Ursache erkennbar (Mediziner:innen sprechen dann von „primärer Hypertonie“). Die folgenden Risikofaktoren begünstigen jedoch die Entstehung des Bluthochdrucks:

 

  • familiäre Neigung zu erhöhtem Blutdruck (erbliche Veranlagung)
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • hoher Alkoholkonsum, hoher Salzkonsum
  • eine ungesunde Ernährung mit wenig Obst und Gemüse
  • Rauchen
  • Stress
  • höheres Alter
  • bestimmte Medikamente (darunter vor allem Schmerz- und Rheumamittel)

Bei der sekundären Hypertonie sind die Ursachen in einer anderen Erkrankung zu finden. Meist handelt es sich dabei um Nierenerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Gefäßkrankheiten.

Therapie

Die Therapie der arteriellen Hypertonie besteht aus mehreren Säulen:

  • Die Basis jeder Bluthochdruck-Therapie ist zunächst eine Lebensstiländerung:
    Zigaretten- und Alkoholverzicht, eine gesunde ausgewogene, salzarme Ernährung, viel Bewegung und Gewichtsreduktion.
  • Wenn dies nicht ausreicht, verordnet die Ärztin bzw. der Arzt zusätzlich blutdrucksenkende Medikamente. Welche Medikamente gewählt werden, hängt dabei von Alter und von möglichen Begleiterkrankungen wie Herzinsuffizienz oder einer Nierenerkrankung ab.
  • Wichtig ist die Blutdruckmessung zur Therapiekontrolle: entweder als Selbstmessung mit Dokumentation oder als 24-Stunden- Langzeitmessung. Bis man den Effekt der Medikamente beurteilt, sollte man diese 4 bis 6 Wochen einnehmen.

Die sekundäre Hypertonie kann oftmals durch eine Therapie der Grunderkrankung behandelt werden – Patient*innen müssen somit nicht lebenslang Medikamente einnehmen.

11. April 2025 Comments Off

Magen Darm Infektionen

Mit Übelkeit, Durchfall und Erbrechen kündigen sich Magen-Darm-Infektionen an. Meist kommen die Beschwerden genauso schnell wie sie wieder gehen.

Magen-Darm-Infektionen – auch Gastroenteritis genannt – gehören weltweit mit Abstand zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Fast jeder Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens zumindest einmal an einem Brechdurchfall. Oft sogar mehrmals. Entsprechend sind Magen-Darm-Infektionen zusammen mit bakteriellen Lebensmittelvergiftungen auch Spitzenreiter bei den Beweggründen, eine Arztpraxis aufzusuchen.

Ursache:

Ein Magen-Darm-Infekt wird durch Viren oder Bakterien oder auch durch deren Gifte hervorgerufen, seltener durch Parasiten. Bei den Viren sind Rota- oder Noroviren die häufigsten Auslöser für einen Magen-Darm-Infekt. Zu den bekanntesten bakteriellen Ursachen gehören Salmonellen, Escherichia coli und Campylobacter. Einige Bakterien produzieren zudem Giftstoffe, sogenannte Toxine, welche die Darmschleimhaut angreifen und so Durchfälle auslösen.

Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten von Symptomen ist abhängig vom Erreger. Sie kann wenige Stunden bis hin zu mehreren Tagen betragen. Während dieser sogenannten Inkubationszeit sind die betroffenen Personen hochansteckend, obwohl sie noch keine Symptome zeigen.

Symptome:

Übelkeit oder Erbrechen
Wässriger oder schleimiger Durchfall, sehr selten auch blutig
Bauchkrämpfe, Blähungen
Völlegefühl
Leichtes Fieber
Schwindel
Starkes Krankheits- und Schwächegefühl

Die Beschwerden dauern selten länger als 14 Tage an, meistens bestehen sie nur wenige Tage.

Übertragungswege:

Magen-Darm-Infektionen sind meist sehr ansteckend. Je nach Erreger gibt es unterschiedliche Übertragungswege. Die Verbreitung erfolgt bei Brechdurchfällen sehr häufig durch die sogenannte fäkal-orale Infektion bei Noroviren über Tröpfcheninfektion.

Wann sollten Sie zur Ärztin oder zum Arzt gehen?

Bei Senioren oder Menschen mit geschwächter Immunabwehr können Brechdurchfälle schwer verlaufen. Das gilt auch für Säuglinge und Kleinkinder. Sie reagieren besonders empfindlich auf den Flüssigkeitsmangel, der durch häufiges Erbrechen und anhaltendem Durchfall verursacht wird. Deshalb sollten diese Risikopatienten eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Auch für ansonsten gesunde Erwachsene gilt: Wenn starke Kreislaufprobleme auftreten oder Muskelkrämpfe, Schläfrigkeit oder Verwirrtheit sowie hohes Fieber, sollte in jedem Fall eine Ärztin oder ein Arzt zu Rate gezogen werden. Das Gleiche gilt für den Fall, dass Blut im Stuhl auftritt oder dass der Brechdurchfall länger als drei Tage anhält.

Was sollten Sie beachten?

Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit und Mineralstoffe zu sich. Das bedeutet: Trinken Sie viel! Vor allem gesalzene Brühe und Tee in kleinen Schlucken, um ein erneutes Erbrechen zu vermeiden. Feste Nahrung sollte erst nach dem Ende des Erbrechens dazu kommen. Gut geeignet sind Salzstangen, Zwieback, gekochte Haferflocken und andere gut verträgliche Lebensmittel wie zerdrückte Banane oder Möhrenbrei.

Mit dem Durchfall scheidet der Patient Erreger und Gifte aus, deshalb sind stopfende Lebensmittel oder Medikamente nicht sinnvoll, sie können unter Umständen den Krankheitsverlauf sogar verlängern. Hausmittel wie ein warmes Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche helfen meist gut gegen Bauchschmerzen.

Ansteckung vermeiden: Um andere nicht anzustecken, sollten Erkrankte oft und gründlich die Hände waschen und den Kontakt zu anderen Menschen einschränken. Wichtig ist, die Räume häufig zu lüften. Erbrochenes oder Stuhlreste müssen schnell beseitigt werden, am besten Handschuhe bei der Reinigung tragen. Erkrankte sollten keine Speisen für andere zubereiten. Bettwäsche, Handtücher und Waschlappen des Patienten sollten bei mindestens 60° Celsius gewaschen werden. Auch für das Geschirr ist die höchste Waschtemperatur im Geschirrspüler angeraten.

27. September 2024 Comments Off

Mein Hausarztprogramm,
einfach besser versorgt!

Ihre Gesundheit in besten Händen.
Drei gute Gründe für Ihre Teilnahme am Hausarztprogramm:

  • Ein Anlaufpunkt für alle Gesundheitsfragen
    Alle Behandlungsdaten laufen in Ihrer hausärztlichen Praxis zusammen. Sie behält den Überblick über Ihre Krankengeschichte und koordiniert Ihre Behandlung optimal. Das erspart unnötige Doppeluntersuchungen, Krankenhausaufenthalte oder Komplikationen bei der Medikation.
  • Nachweislich bessere Gesundheitsversorgung
    Sie profitieren von individuellen Leistungen, die Ihre Krankenkasse im Hausarztprogramm anbietet. Dazu gehört u.a. regelhaft ein Check-Up 35 alle 2 statt 3 Jahre und eine engmaschige Betreuung bei chronischen Erkrankungen.
  • Mehr Zeit für Sie
    Die Praxis profitiert von weniger Bürokratie und einem fairen Honorar – so bleibt mehr Zeit für das was zählt: Ihre Gesundheit.
Mein Hausarztprogramm / einfach besser versorgt

Jetzt kostenlos teilnehmen und von vielen Vorteilen profitieren!

Nehmen Sie am Hausarztprogramm teil und tragen so zur Sicherung Ihrer hausärztlichen Praxis vor Ort bei.

Sprechen Sie Ihr Praxisteam direkt an.

Flyer in folgenden Sprachen finden Sie hier:

Weitere Informationen erhalten Sie im:
Flyer des BHÄV
oder unter:
www.bhaev.de/hzv-vorteile