Bluthochdruck, arterielle Hypertonie
Beim Bluthochdruck, der arteriellen Hypertonie, ist der Druck in den Gefäßen, die das Blut vom Herzen zu den Organen leiten, chronisch erhöht. In Deutschland leidet mehr als jeder Vierte an arterieller Hypertonie, hat also dauerhaft einen Blutdruck von 140/90 mmHg oder höher. Zwanzig Prozent der Betroffenen wissen nichts von ihrer Erkrankung. Dabei kann man selbst sehr viel tun, um den Druck zu senken.
Die Wahrscheinlichkeit, an arterieller Hypertonie zu erkranken, steigt mit dem Alter: bei über 60-Jährigen beträgt die Häufigkeit 60 Prozent. Neben dem Alter tragen auch Faktoren wie der Lebensstil (z.B. Bewegungsmangel oder kalorienhaltige, stark gesalzene Nahrung) und die Adipositas dazu bei, dass die Häufigkeit der arteriellen Hypertonie weiter zunimmt.
Symptome:
morgendlicher Kopfschmerz, der bei Höherlagerung des Kopfes abnimmt
innere Unruhe, aufbrausendes Verhalten
Schwindel, Übelkeit, Ohrensausen
Nasenbluten
Abgeschlagenheit, Kurzatmigkeit
Schlaflosigkeit
Bei stark erhöhtem Blutdruck können Brustengegefühl (Angina pectoris), Luftnot und Sehstörungen auftreten.
Diagnose:
Bluthochdruck bleibt oft über längere Zeit unentdeckt. Deshalb sollte der Blutdruck prinzipiell bei jedem „Arztkontakt“ gemessen werden – mit tragbaren Messgeräten können Patient*innen die Messung auch selbst zu Hause vornehmen.
Um aussagekräftige Werte zu erhalten, sollte der Blutdruck daher mehrfach gemessen werden – zum Beispiel zu drei verschiedenen Zeitpunkten am Tag. Auch Langzeitmessungen über 24 Stunden sind zur Diagnose sinnvoll. Durch sie können die behandelnden Ärzt:innen tageszeitliche Schwanken genau beobachten.
Ist die Diagnose arterielle Hypertonie gestellt und wird die Patientin bzw. der Patient behandelt, lautet der Zielwert für die Therapie:
- in der Altersgruppe der 18- bis 65-Jährigen: 120–130/70–79 mmHg
- und bei den über 65-Jährigen: 130–139/70–79 mmHg
Ursachen und Risikofaktoren
Bei über 95 Prozent der Bluthochdruck-Betroffenen ist keine Ursache erkennbar (Mediziner:innen sprechen dann von „primärer Hypertonie“). Die folgenden Risikofaktoren begünstigen jedoch die Entstehung des Bluthochdrucks: