Praxis Dr. Grassl | Boschetsrieder Str. 72 | 81379 München-Sendling 089 748 894 0 info@praxis-grassl.de

24. Juli 2026 Comments Off

Wie können wir uns schützen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet den Klimawandel als „die größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit“.
Der Klimawandel nimmt auf vielen Wegen Einfluss auf die körperliche und seelische Gesundheit und das Wohlergehen in Deutschland und darüber hinaus: Durch die steigenden Temperaturen können neue Infektionskrankheiten auftreten, da sich die Lebensbedingungen für verschiedene Zeckenarten und Mückenarten deutlich verbessern. Außerdem ist mit einer erhöhten Allergiebelastung, durch die Zunahme von Luftschadstoffen mit einem Anstieg von Lungenerkrankungen und mit gesundheitlichen Folgen durch veränderte UV-Strahlung zu rechnen.

Der Klimawandel begünstigt auch die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen.
Dazu kommen Extremwettereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen, Unwetter und Dürren, die die Menschen zusätzlich gefährden – in Hitzeperioden kommt es bereits jetzt zu einer deutlichen Übersterblichkeit bei älteren Menschen. Berücksichtigt werden müssen auch indirekte Effekte wie die Gefährdung der Nahrungssicherheit oder Wasserknappheit und psychische Stressfaktoren.

Nicht alle Menschen sind in gleicher Weise von den Folgen des Klimawandels betroffen. So sind z.B. vulnerable Gruppen, wie Ältere, Kinder, Personen mit geringem sozioökonomischem Status oder auch wohnungslose Menschen in Deutschland, aufgrund ihrer Lebens-, Arbeits- und Wohnbedingungen besonders den Auswirkungen von Hitzewellen ausgesetzt. Damit können der Klimawandel und seine Folgen zu bereits bestehenden gesundheitlichen Ungleichheiten beitragen und diese verstärken.

Welche gesundheitlichen Auswirkungen kann die Hitze haben?

Starke Hitzebelastung führt im Sommer in Deutschland regelmäßig zu einer deutlichen Übersterblichkeit, wobei es unmittelbar am Tag der Hitzebelastung und den folgenden drei Tagen zu einer deutlich höheren Sterblichkeit (Mortalität) vor allem bei älteren Menschen kommt.

Hitze hat vielfältige indirekte Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden. Hohe Temperaturen können das Herz-Kreislauf-System stark belasten, etwa durch Flüssigkeitsverlust, und erschweren die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur. Bestehende Beschwerden, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Stoffwechselerkrankungen und neurologische Erkrankungen können verstärkt werden. Viele weitere Informationen finden Sie beim RKI: https://short-url.org/1ltQ0

Wie können wir uns schützen?

Sonne und Hitze Direkte Sonne am besten meiden, vorallem in der Mittagszeit. Schützen Sie Ihre Haut durch luftige Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und passenden Lichtschutzfaktor (Sonnencremes).

Trinken Sie ausreichend (2 Liter/Tag), am besten ungesüßte Getränke!
Ernährung Am geeignetsten sind leichte Mahlzeiten, wie Suppen, Bowls und gedünstetes Gemüse. Tomaten, Gurken, Melone und Blattsalate liefern Vitamine und Flüssigkeit.

Sport Da der Kreislauf besonders gefordert ist, sollten Sie Sport auf die Morgen- bzw. Abendstunden verlegen und auch dabei ausreichend trinken (Mineralwasser um Elektrolytverlust auszugleichen)! Bei Auftreten von Übelkeit Schwindel oder starker Erschöpfung sofort abbrechen.

Schlaf Halten Sie das Schlafzimmer über Tag möglichst kühl, lüften Sie am Besten frühmorgens oder spätnachts. Außerdem kann es helfen feuchte Tücher aufzuhängen.

Bitte beachten: Heiße gerötete Haut, erhöhter Puls und Atemnot können Hinweise auf einen Hitzeschlag sein – ein medizinischer Notfall

21. Juli 2026 Comments Off

Das aktuelle GKV-Spargesetz sieht harte Einsparungen bei den hausärztlichen Praxen vor.

Wenn bei den Hausarztpraxen gespart wird, spüren das am Ende vor allem Patientinnen und Patienten.

Mit dem geplanten GKV-Spargesetz drohen Maßnahmen, die die hausärztliche Versorgung spürbar schwächen würden:

Die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) soll ausgebremst und Teile der Entbudgetierung hausärztlicher Leistungen wieder zurückgenommen werden.

Die Folgen liegen auf der Hand:

  • finanzielle Einbußen für Praxen
  • mehr Druck im Versorgungsalltag
  • weniger Termine und
  • längere Wartezeiten für Patientinnen und Patienten.

 

Hausärztliche Versorgung ist die Grundlage für eine gute, verlässliche und wohnortnahe medizinische Betreuung.

Genau deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, ein Zeichen zu setzen.

Was können Sie tun?

Unter www.hausarztpraxen-retten.de können sich Patientinnen und Patienten, Praxisteams sowie Hausärztinnen und Hausärzte mit wenigen Klicks per E-Mail an ihre Bundestagsabgeordneten wenden, um deutlich zu machen, dass Sie das Kaputtsparen Ihrer hausärztlichen Versorgung nicht akzeptieren werden.

Alle Infos zur Kampagne gibt es unter www.hausarztpraxen-retten.de

21. Juli 2026 Comments Off

Was sich 2027 beim Hautkrebs-Screening ändert?

Bitte Beachten Sie: Das Hautkrebs-Screening ist ab 2027 keine Kassenleistung mehr. Wenn Sie über 35 Jahren sind und seit 2024 kein Screening mehr hatten, empfehlen wir Ihnen für das laufende Jahr noch einen Termin zu vereinbaren!

Was ist das Hautkrebs-Screening?

Das Hautkrebs-Screening ist ein Angebot zur Früherkennung von Hautkrebs. Ihre Haut wird dabei regelmäßig am gesamten Körper auf Veränderungen untersucht. Ziel der Vorsorge ist es, schwarzen und weißen Hautkrebs möglichst früh zu entdecken.

Denn: Im frühen Stadium lassen sich solche Veränderungen meist gut und schonend behandeln.

Ab wann und wie oft ist das Hautkrebs-Screening sinnvoll?

Wenn Sie gesetzlich versichert sind, haben Sie ab 35 Jahren jedes zweite Jahr Anspruch auf das Hautkrebs-Screening.

Bei familiärem Risiko oder auffälliger Haut ist auch eine frühere Kontrolle möglich.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung ist unkompliziert, dauert nur wenige Minuten und ist völlig schmerzlos.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin

Die Ärztliche Begutachtung der gesamten Haut (ggf. mit Auflichtmikroskop) wird in unserer Praxis von folgenden Ärzten durchgeführt:
Dr. Böhmer, Dr. Engelmayr, Dr. Black, Fr. Schoenborn

Terminvereinbarung

26. April 2026 Comments Off

Frühjahr ist Impfzeit

München und fast alle Landkreise Bayerns sind als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Durch die von Zecken übertragene FSME (Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis) kann es zur Erkrankung von Hirnhaut, Gehirn und Rückenmark kommen.
Ein Schutz ist durch die aktive FSME-Impfung möglich.

Impfung

Inaktiviertes FSME-Virus, Injektion in den Muskel

Wer soll sich impfen?

Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten und dort verhaltensbedingt (Berufsausübung, Freizeitaktivitäten) gegenüber Zecken exponiert sind.

Zeitpunkt der Impfung

Bevorzugter Impftermin ist der Frühling, damit bis zum Beginn der „Zeckensaison“ ein wirksamer Impfschutz aufgebaut wird.

Hinweis:
Zu Risikogebieten in anderen europäischen Ländern fragen Sie Ihren Arzt.

Hier finden Sie die Übersicht der aktuellen Risikogebiete.